14. September 2009

Als wir Freitags um 23h in unserem Bescheidenen Dorf losfuhren, erahnten zwar das uns vieles bevorsteht, aber das schöne im Leben ist das man voher keine Ahnung hat mit welchen Erfahrungen man nachher wieder heimkehrt. So kamen wir nach langen verweilen in den verschiedensten Bahnen und Bahnhöfen der Repulik, so gegen 13 Uhr in Berlin Mitte an. WochenendTickets sind eine jener verkannten sozialen Errungenschaften in Deutschland. Die Gemeinschaft reisst, über Stunden, in Gemeinschaft durch die Gemeinschaft. Wir, die Anderen im Zug und der Rest der an uns vorbeirauscht.
Aber nicht nur die Sozialromanitker und Soziologen kommen in der Regionalbahn auf ihre kosten! Nein auch Kant wäre erfreut gewesen, wo sonst als in der Regionalbahn hätte er feststellen können dass: Selbst ein ausgewachsener Labrador, Nachts, umsonst in der leeren Bahn mitfahren darf, wenn er in eine Tasche passt. Handle Stehts so dass die Maxime deines handelns… (dabei kam kein Tier zu schaden… es guckte nur was traurig.)

Berlin Mitte sieht inetwa so aus als hätten zugekoste Riesen, mit Lego, Imperator gespielt. Große Gebäude, in denen Wenige sitzen und Viele regieren.
Die Demo war nichts Halbes und nichts Ganzes. Es war das verwirrende Standbild einer rapiden Entwicklung. Irgendwo zwischen einer Jugend, ohne Demoerfahrung, die ihr politisches Ich und Wir noch sucht und jenen alten Hasen, die sich nur noch bedingt selbst überraschen können. Jenen die erst noch eine positive Utopie entwickeln müssen und jenen die die Ihre alten Utopien langsam überdenken müssen. Irgendwo dazwischen finden sich wie immer alle Schatierungen von Bunt.

Heute erzählt mir mein Vatter von seinen Erlebnissen dort. Er war zwar nicht da, aber ich eigentlich noch viel weniger, schließlich war ich nicht in der Lage zu twittern. Naja manchmal bin ich dann doch etwas Oldschool und Reallife.
Für mich stand dieser Trip voll und ganz unter dem Motto “Freiheit statt Angst!”, ich habe einen Haufen von Leuten getroffen, die vollkommen zurecht, Angst vor dem hatten das, von oben, über uns rollt. Aber eben jene Angst ist die Unfreiheit die hier geschaffen wird. Überwachung nimmt nur jenen die Freiheit die sich vor ihr fürchten, sei es eine Bahnschaffnerin die keine Ausnahme machen darf, ein Polizist der seine Prügelvollmachen (aka Gewaltmonopol) aufgibt oder derjenige der, aus Angst vor Repression seine Ideale nicht auslebt. Alle leben nur aus einem Grund die Freiheit nicht aus, zu der wir am Ende doch vordonnert sind. Sie haben Angst. Sie haben Angst und auch wenn Alle Kameras dieser welt nur Atrappen sind, die Angst bleibt in den Köpfen. Die Angst vor Wem?

Fürs Protokoll…

25. August 2009

Hier ein Artikel der aufgrund von “rechtlichen” Gründen von taz.de verschwunden ist. Diese Version stammt von Wikileaks.org. Auf der Seite der Taz ist von “zwei Unstimmigkeiten” die Rede, wenn man bedenkt was alles so inner Bildzeitung an Unstimmigkeiten steht ist das dezent absurd. Die Tatsache das sich sogar die TAZ bedeckt hält zeigt macht klar das hier massiver Druck ausgeübt wurde. Hier der Artikel in voller länge:

Telefon- und Internetüberwachung

Der Innenminister erklärt seinen Länderkollegen, sie hätten zu wenig Personal und Geld für die Überwachung und eröffnet in Köln eine Bundesabhörzentrale. Ohne rechtliche Grundlage.

Ein vertrautes Kamingespräch in Bad Sarow im vergangenen Jahr: Bundesinnenminister Wofgang Schäuble (CDU) will mit einer Bundesabhörzentrale die Überwachung von Telefon und Internet perfektionieren. Doch vorher muss er die Ministerkollegen der Länder von seiner Idee überzeugen. Und das geht am besten über die Finanzen.

Auf dieser Konferenz eröffnet Schäuble also seinen Länderkollegen, auf welche Gefahren die Sicherheitsdienste nur unzureichend vorbereitet sind: Kriminelle und Terroristen tarnen sich, indem sie ausländische Telefon- und Internetanbieter benutzen, ihre IP Adressen durch Anonymisierung unkenntlich machen und den Internetverkehr verschlüsseln.

Das Bundesinnenministerium resümiert in einem Dokument, das der taz vorliegt: die Sicherheitsdienste verfügen über zu wenig neue Technik und Fachleute, um diesen Herausforderungen gerecht werden zu können. Es muss dringend gehandelt werden.

Ab Januar 2009 hat sich dies verschärft. Seither ist die zweite Stufe der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Telefon- und Internetanbieter müssen nun alle Verbindungsdaten von Festnetz, Mobiltelefon und auch Internet ein halbes Jahr lang speichern. Bei E-Mails und SMS werden die Inhalte erfasst, beim Mobilfunk kommt die Funkposition hinzu. Aus dieser verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung ergibt sich ein komplettes Sozial- und Bewegungsprofil der Bundesbürger.

Voraussetzung: Die Daten müssen irgendwo gespeichert werden. Doch dafür sind kleine Telekommunikationsanbieter technisch nicht gerüstet. Und hier setzt Schäuble mit seiner Bundesabhörzentrale an, die er gerade für über 100 Millionen Euro in Köln hat bauen lassen.

Der Minister setzt damit in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe. Denn beim “Service- und Kompetenzzentrum Telekommunikationsüberwachung” (TKÜ) im Kölner Bundesverwaltungsamt handelt es sich um eine Regierungsbehörde, die keine sein darf. Denn bislang ist die Überwachungslandschaft in Deutschland mit 75 Abhörposten föderal gegliedert. Ihr fehlen die die gesetzlichen und institutionellen Voraussetzungen. Sie hat datenschutzrechtliche Probleme. Sie unterliegt keiner Kontrollmöglichkeit.

Elmar Lecher, vom Chaos Computer Club (CCC) sagt: “Neudeutsch nennt sich das Outsorcing. Die Polizeien und Geheimdienste lagern ihre Abhörtätigkeit an eine zentrale Stelle aus. Eine neu geschaffene Behörde, die diese technische Dienstleistung für das Bundeskriminalamt, den Bundesverfassungschutz, die jeweiligen Landesverfassungs- und -kriminalämter und die regionalen Landespolizeien – durchführen kann.”

Ausgerechnet das Verwaltungsamt des Bundes (BVA) mit Sitz in Köln wurde von Wolfgang Schäuble für die gemeinsame Abhör-Infrastruktur ausgewählt. Polizeiliche Abhörmaßnahmen zur Abwehr des internationalen Terrorismus sollen also nach dem Willen des Bundesinnenministers in Zukunft in einer gewöhnlichen Verwaltungsbehörde untergebracht sein. Woher das Fachpersonal und die Kompetenz kommen soll: das Bundesinnenministerium bleibt die Antwort schuldig.

In einem vertraulichen Bericht des Bundesrechungshofs aus dem Jahr 2008 wird das kritisiert. In dem Papier, das der taz vorliegt, äußern die Rechungsprüfer erhebliche Zweifel daran, dass neutrale “Verwaltungsangestellte” den Aufgaben in der Abhörzentrale technisch und inhaltlich gewachsen sind.

Außerdem besitze das Bundesverwaltungsamt gar nicht die technischen Sicherheitswerkzeuge, um etwa bei Rechnerausfällen trotzdem noch auf alle Daten zugreifen zu können. Auch das Hauptargument des BMI, eine zentrale Abhörstelle sei günstiger, widerlegen die Rechnungsprüfer. Im Gegenteil: Schäuble habe Kosten verschwiegen. Geringere Qualität bei zumindest gleichen Kosten sei die Folge, lautet das Urteil des Bundesrechnungshofs.

Für Jörg Radek, Gewerkschaftschef der Bundespolizei und Hauptpersonalrat im BMI, bedeutet Schäubles Überwachungszentrale auf jeden Fall ein Mehr an Bürokratie: “Wir brauchen Mitarbeiter die polizeiliche Analyse machen können, die sich in der Dunkelfeldforschung auskennen. Und dieses Personal hat das BVA ja gar nicht. Das BVA ist ein Verwaltungsamt und genauso wenig eine Polizeibehörde wie das Bundesamt für Geodäsie.” Für ihn bedeutet die Superbehörde ein “Mehr an Verwaltungsaufwand und zusätzlichem Rückfragebedarf.”

Ein weiteres Problem der Bundesabhörzentrale betrifft ihre rechtliche Verankerung. Weil sie nur als Verwaltungskooperation von Polizei und Geheimdiensten deklariert wird, hat das Ministerium noch keine gesetzliche Grundlage geschaffen, die regelt, welche Personen in diesem Rechenzentrum was abhören dürfen. So darf das Bundesamt für Verfassungsschutz viel weniger Abhören als das BKA, wenn es im terroristischen Bereich ermittelt. Das verfassungsgemäße Trennungsgebot von Polizeibehörden und Geheimdiensten schreibt das vor.

Der Grüne Bundestagsabgeordnete Hans Christian Ströbele, Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste warnt: “Das BMI scheut die Festlegung in einem Gesetz, das die Kompetenzen tatsächlich abgrenzen würde. Wenn beispielsweise der BND, der für Auslandsaufklärung zuständig ist, schließlich auch noch mit eingemeindet wird, weil die Technik für alle ja so gut funktioniert, dann haben wir am Ende eine zentrale Deutsche Sicherheitsbehörde”.

In Deutschland unterstehen die verschiedenen Sicherheitsbehörden jeweils anderen Chefs und eigenen Aufsichten: etwa dem Bundesfinanzministerium, dem Bundesinnenministerium, und auch dem Bundeskanzleramt. Diese Trennung ist gewollt um nicht zu viel Entscheidungskompetenz und Überwachungskapazität und in einer Hand zusammenzufassen.

Wie das vertrauliche Dokument der gemeinsamen Innenministerkonferenz 2008 in Bad Saarow belegt, versucht Wolfgang Schäuble, seinen Länderkollegen eine nationale Abhörzentrale nach US-amerikanischem Vorbild schmackhaft zu machen. Er spekuliert darauf, dass auch die Bundesländer in Zukunft die neue Bundesabhörzentrale nutzen werden müssen. Denn die Länder sehen sich erheblichen Haushaltszwängen ausgesetzt, Nachbesserung in zusätzlicher Sicherheitstechnik ist für sie nur schwer realisierbar.

“Sollte also in einem Bundesland eine Fahndungspanne oder gar ein terroristischer Anschlag passieren, kann man hinterher sagen: das liegt doch daran, dass sich dieses Bundesland dem Angebot widersetzt hat, das wir so kostengünstig anbieten”, erklärt der Sprecher für Innere Sicherheit von Bündnis 90/ Die Grünen, Wolfgang Wieland.

Wolfgang Schäuble schafft mit der bundeseigenen Abhörzentrale politische Fakten durch finanzielle Sachzwänge. Ein schwerwiegender Eingriff in die Kompetenzen der föderalen Polizei- und Landesbehörden, denn Polizeihoheit und Innere Sicherheit sind in Deutschland immer noch Ländersache. “Wenn man das nicht will, muss man eine neue Sicherheitsarchitektur in Deutschland anstreben. Dann muss man das aber politisch auch ganz klar artikulieren. Es geht mehr als nur darum, neue Technik einzuführen. Es geht darum, eine neue Sicherheitsarchitektur auf kaltem Wege einzuführen,” sagt Frank Richter von der Polizeigewerkschaft in NRW.

Geopfert werden durch Schäubles zentraler Sicherheitsarchitektur auch die gewachsenen Ermittlungsstrukturen vor Ort. Denn die regionalen Ermittlungsbeamten kennen die Verhältnisse sehr genau. “Der Umweg über technische Aufrüstung bei gleichzeitigem Personalabbau erzeugt eine trügerische Sicherheit. Wie bei der Videoüberwachung: wenn Personal fehlt, nutzen die Bilder nur dem Staatsanwalt, aber nicht dem Opfer” , sagt Frank Richter.

Entgegen der ursprünglichen Planung des BMI nutzen zurzeit nur BKA und Bundespolizei die gemeinsame Abhöreinrichtung. Ursprünglich sollte auch der Bundesverfassungsschutz mit am Start sein. Aufgrund öffentlicher Kritik, insbesondere durch den Bundesbeauftragten für Datenschutz, Peter Schaar, musste da BMI bereits zurückrudern. Die fehlenden rechtlichen Grundlagen sollen nach Angaben des Innenministeriums noch erarbeitet werden. Nach den Bundestagswahlen.

Bleibt die Frage, ob die Bundesabhörzentrale, die unter dem Deckmantel einer Verwaltungseinheit firmiert, von den Verfassungsrichtern in Karlsruhe aufgehalten wird. Im September wird Karlsruhe endgültig über die Vorratsdatenspeicherung entscheiden. Gut möglich, dass damit auch die Bundesabhörzentrale ihre Legitimation verlieren könnte.

Bundesdatenschützer Peter Schaar sieht in ihr die Grundrechte tangiert. Alle beteiligten Behörden in der Verwaltungskooperation würden der Entscheidungskompetenz des Bundesinnenministeriums unterliegen. Schaar sagt: “Das ist wirklich etwas anderes als bloß eine gemeinsame ,Computernutzung’”.

Meike Naber, taz.de

Wiedereinmal…

25. Juli 2009

… soll zur Durchsetzung Geistigen Eigentums ein Teil unserer Bürgerrechte ausgehölt werden.

Was Deutschland fehlt…

25. Juli 2009

… ist eine Identifikationsfigur aus Plastik wie GI Joe bei den Amerikanern. In Zeiten der schleichenden Remilitarisierung der deutschen Bevölkerung sollten grade die Kinderzimmer nicht verschont werden. Man könnte ihn Bundeswehr Werner oder so nennen. Im schicken Wüstentarn. Als Zubehör leere Bierflaschen aus der Grundausbildung, einem Gewehr, und einem Haftbefehl . Gratis dazu gibt es auch seinen Kumpel: KSK-Kalle,  der ist allerdings unsichtbar und führt wahrscheinlich mit GI Joe ein Jet-Set Lifestyle. Dazu gibts noch ihren Chef den lustigen Franz Josef J. in der sprach Ausgabe. Standartsätze: “Wir führen keinen Krieg in Afganistan!” und uner aller lieblings Klassiker : “Deutschlands Sicherheit, wird am Hindukusch verteidigt!”.

Ohne Kommentar

17. Juli 2009

Spiegelfechter hat WORD gemacht! Sehr Brav!

Manic Monday

13. Juli 2009

I hate Mondays! (I don’t but i wanted to use this famous piece of pop-culture) So I got to write something about things that suck. Today:

Non-sens discourses in media and politics: The biggest Non-sens discourse of our time is about the conflict between ‘the western world’ and ‘the Islam’. This is perhaps one of the biggest self fulfilling prophecy ever. Of course there are terrorists bombing in the name of Allah and there are presidents bombing in the name of God, but so what? The overwhelming majority of all people, everywhere, is, most of the time, interested in two things:

  1. staying alive
  2. having a good time

“Yeah! But what about Human Rights and the role of women in Islam?” someone may say. Again: So what!

  1. Don’t be naive about the realization of all this in the western world.
  2. Why are some western people so arrogant about the cultural goods their ancestors had to fight for, for hundreds of years. If those things are really that great they will evolve everywhere, in the one or the other way, them self.

Connected with all this is the issue of immigrant integration. Conservative politicians, all over Europe, like to claim that this is a big issue. One thing about this:

  1. Integration to what? Integration into a society where everyone can live as he wants to? Alright problem solved!

Other crap discussed in media and politics:

Young people become more and more violent and cirminal / are drinking to much / are negatively affected by computer games.

  1. It is always good to tell people that you will be robbed, killed, raped etc. on the streets at nigth. No one will check if this is really true, as everybody is afraid.
  2. Making claiming a general trend and using single cases as a proof is always bullshit.
  3. Young people were always: criminal, drunken, wasting time.

Germans are dieing out. (this is really an issue discuss from time to time in Germany)

  1. Hope I won’t die!
  2. Immigrants Welcome!

The most annoying thing about all of this: Even I am, as someone that feels aware of all this, affected of all this propaganda.

Enough for now.

Transcapitalism (2)

6. Juli 2009

After I made up some analysis about the relationship between work 2.0 and capitalism, I want to sum up some ideas about where all of this could lead.

As I pointed out, I think the biggest quest for work 2.o is to become more organized. As it seems to work out fine on certain branches, it is no alternative in other branches jet. But what does organization mean?

  • First of all organization means that people come together to to reach a certain aim.
  • Following the participants got to coordinate the devision of labor, that enables them to reach their aim.
  • Providing a system that gives clarity about, who sets the aims and decides how to reach them.

On those points work 2.0 does quiet well as social networking makes it much easier to find people within your social network and to coordinate without having the need of a traditional hierarchies. Of course there are always more central actors within a system. People who contribute more to a project, in the sense of participation, are powerful, as those who do a job can decide how to do it.

But there are more Points on Organization:

  • Aggregating resources (capital) that are necessary to reach the aims set.
  • Managing the use of resources within the organization itself.
  • Managing the distribution of risk that evolves with the use of much capital.

Work 2.o seems to work on those points, but here some restriction. Aggregating resources will only work for resources that are already within the Social Network. It would be no Problem if you would need a car for example, but if you would need a crane, it would get quite complicated to rent it in a way that is transparent and secure. There needs to be a certain transparency and clarity so that everybody can be sure that he will not be fooled by the others. Otherwise attempts of spontaneous, self-organized, cooperative entrepreneurship will tend to stop at a point where it, becomes necessary to handle big amounts of capital.

So what to do about this? Here some ideas:

  • Create legal structures on which people can rely. Standardized contracts, similar to Creative Commons Licenses, could work on this point.
  • Implementing an Infrastructure that makes it possible to transfer capital within social networking. –> Cloud Banking

So much for now!

Mahnwache zur Internetzensur in Bonn

21. Juni 2009

Im folgenden Quelle für alle Fotos Martina Kausch ein Danke dafür.

Wer mich findet darf mich behalten! Obwohl es Heute ja schon Gestern war hier noch ein paar Eindrücke von der Mahnwache in Bonn, Gestern.

Nachdem Herr dAtAfLaSh und ich uns in morgendlicher Weise ins nicht allzu ferne, jedoch auch nicht allzu nahe, Bonn aufgemacht hatten, um dort die Demokratie zu verteidigen, kamen wir schließlich an. Die Mahnwache wirkte noch etwas mickrig. Drei schilder wurden hoch gehalten, alles arg beschaulich, aber leider wenig aktiv. Dies änderte sich jedoch recht flott nachdem jemand einige Flyer an mich gerissen hatte und, einigermaßen halbherzig und wortkarg, anfing sie zu verteilen. Dies fand sehr schnell Nachahmer.  Im generellen lässt sich die Dynamik der Ganzen Veranstaltung als ansteigende Kurve betrachten. Bastelkarton, Regenschirme, ein Edding und Büroklammern führten letztlich zu einem Sprunghaften Anstieg der nach außen wirksamen Werbefläche. Ich würde sogar soweit gehen das jeder aufrechte Demokrat, rund um die Uhr, ein solches “Demokratie Rettungspaket” mit sich tragen sollte, um im Falle von angreifenden Zensursularen (mystische ‘Stopp’ Schilder aufstellende Vampirellen (Vampirellen sind mystische Wesen die sich von Bürgerrechten ernähren)) gerüstet zu sein.
Das 'Demokratie Rettungspaket' in voller Entfaltung.

Leider wurde der Vorschlag eines Mitstreiters: “Die Büchse der Zensursula wurde geöffnet!” nicht zu Plakat gebracht.

Mit der Zeit kamen wir auch mit dem ein oder anderen Bürger in Kontakt. Das, muss ich sagen, war sehr schön, denn einige Leute waren doch sehr interessiert und zugänglich für gute Argumente. Im generellen hatte man das Gefühl etwas bewegt zu haben.  Im noch generelleren möchte ich dem, doch Recht bunten, Haufen an Mitstreitern hier nochmal sagen: “Danke, war cool mit euch! Wir werden siegen und das ist erst der Anfang!”

Transcapitalism (1)

20. Juni 2009

Does technology enable an economic system beyond capitalism? And how could “Work 2.0″ be expanded to more capital intensive and complex tasks?

What is capitalism: For me a capitalism is about the organization of production. I would not follow definitions of capitalism that involve ‘free markets’ as central aspect of the phenomena. Capitalism is rooted in the companys and businesses. In a capitalistic organization people work to maximize the profit of those who own the business and the ‘productive capital’ i.e. the resources, machines, ideas etc. that are necessary to do the job. The main problems I see about this are:

  • The rich get richer.
  • Working makes you a Zombie: You spend half of your day with doing something you, in the best case, might even like, but there will always be certain restrictions about how to do it. You as a person are not free in how you do the job.
  • Maximizing profit means that you take decisions that negatively affect others, society or nature, if this will increase the income. Things like ‘social responsibility programs’ will only be put up if they avoid costs or are good for marketing.

But why should the development of technology lead to the end of capitalism? I think this shows , if we have a look a hackers, graphic designers, musicians and most of the so called creative class:

What does a Hacker need to do his job? – His Computer and his brain. As computers are effortable and your knowledge and skills (so called ‘Humancapital’) are things that you posses after having it learned once, there is no need for a capitalist that invests money to make production possible. It is quiete the same if we see how effortable and powerfull Graphic- and Audiosoftware have become.

Another sector that could be mentioned are consultants. Selling knowledge, or the skill to make people think that you have knowledge they need, does not need any capital apart from Humancapial.

Workers that are in possesion of the productive capital. Marx would be proud.

The interesting question about this: Will this new ‘class’ just be the the appendix of the wealthy capitalist societys, limited to not that capital intensive  sectors, or could it be more? In my view this is a question of organization. The ‘Digital Boheme’ as it is sometimes called is in mainly a bunch of people doing freelancing, that gather in spontaneous ways to do some projects. Work 2.0 on the one hand is massively characterized by the individualism thats a central aspect of modern society, on the other hand we can see a revival of the cooperative idea. (i even heard someone important say this but i can not remember his name)

As it is getting late and the text is getting long. So I’ll stop here and finish this the next days.

Klare worte…

15. Juni 2009

… gibts von der CDU Bezüglich Internetzensur:

Unter Berufung auf eine angebliche Internetzensur durch den Staat wollten die Linksaußen in der SPD [sic] durchsetzen, dass das Internet zum rechtsfreien Raum wird[sic]. Die SPD wäre dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen.

In nur einem Halbsatz von Kindesmißbrauch zu Urheberrechstverletzungen, ich dachte immer in Propaganda setzt man auf eine sich steigernde Rethorik. Auch interessant: “… das Internet zum rechtsfreien Raum wird.”. Richtig daran ist: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.